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Musikverein Rißtissen
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Stehende Ovationen beim Masterkonzert

Der Dirigent des Musikverein Rißtissen, Hannes Färber hat am vergangenen Freitag (21.06.2019) in seiner Heimatstadt Sontheim an der Brenz mit dem Musikverein Rißtissen als Prüfungsorchester sein Masterkonzert abgehalten. Hannes Färber, der 2017 an der Universität in Würzburg den Masterstudiengang Blasorchesterleitung bei Prof. Oestreicher begann, beendete mit diesem Konzert erfolgreich sein Studium.

Der Musikverein Sontheim, der Heimatverein von Hannes Färber durfte am Freitagabend dessen Masterkonzert veranstalten und freute sich mit ihm über eine bis auf den letzten Stuhl ausverkaufte Gemeindehalle. Unter den 700 Konzertbesuchern waren auch etliche Fans aus Rißtissen, die extra mit einem Fanbus nach Sontheim angereist waren. Nach den Grußworten des Sontheimer Vorstands Florian Benz ergriff Professor Oestreicher das Wort und gab eine kurze Einführung zu dem Studiengang den Hannes Färber bei ihm belegt hatte. Er, sowie Dr. Frank Elbert und Marcus Reißenberger hatten an diesem Abend die Aufgabe das Können von Hannes Färber, ihrem bisherigen Studenten abschließend zu bewerten.

Als die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins aus Rißtissen auf der Bühne Platz genommen hatten, begann ein fulminantes Konzert, welches an Stimmgewalt und Vielfältigkeit von dem Orchester und ihrem Dirigenten Hannes Färber ein hohes Können abverlangte. Das erste Stück Images of a city von Franco Cesarini ließ die Zuhörer mitten in das abwechslungsreiche Leben einer Großstadt eintauchen. Die Besonderheit dieses Stückes war, dass Prof. Ernst Oestreicher selbst mit seinem Orchester 2008 dieses Stück in Auftrag gab.
Der Moderator Jonas Gold führte das Publikum mit interessanten Hintergrundinformationen zu den Stücken durch den Abend und sorgte mit der ein oder anderen Anekdote aus dem Leben von Hannes Färber für so manchen Schmunzler beim Publikum. So auch im Falle des australischen Solisten Dominic Steele, hauptberuflich Soloposaunist am Theater Ulm, der für das zweite Stück Concerto for Trombone das Orchester auf der Bühne verstärkte. Nach diesem Stück applaudierte das Publikum so sehr, dass sich der Solist bei dem Publikum mit dem Stück Elegy for Mippy 2 von Leonard Bernstein als kleine Zugabe bedankte. Mit dem Stück Shenandoah von Frank Ticheli verabschiedete sich der Musikverein Rißtissen mit ihrem Dirigenten in eine kurze Pause.

Der zweite Teil des Konzertes wurde mit „2nd Suite in F“ von Gustav Holst eröffnet. In 4 Sätzen verarbeitet der Komponist 7 alte englische Volkslieder, die nicht nur auf der Insel bekannt sind. Ein Highlight folgte dem Nächsten und so sorgte Hannes Färber gemeinsam mit seinen Musikerinnen und Musikern bei allen Konzertbesuchern mit dem Stück Cry of the last Unicorn weiter für Gänsehautmomente. Mit einem Wechselspiel der Gefühle endete das reguläre Programm mit dem Stück The Witch and the Saint von Steven Reineke. Nach diesem Hörgenuß hielt es die Konzertbesucher nicht mehr auf den Sitzen und es folgten minutenlange, stehende Ovationen von Publikum und Professoren.

Wolfgang Haas, Vorsitzender des Musikverein Rißtissen bedankte sich bei Hannes Färber und seinen Musikerinnen und Musikern für den harten Probenfleiß in den vergangenen Monaten und das wundervolle Konzert, sowie beim Musikverein Sontheim für die Gastfreundschaft, Bewirtung und Ausrichtung des Konzertes. Abschließend richtete Hannes Färber seinen Dank an Alle, die ihn auf seinem bisherigen Weg begleitet und unterstützt haben. Damit das Programm des Abends nicht nur aus konzertanten Orchester- und Solistenwerken der Extraklasse bestand, brachten die Musiker nun als erste Zugabe den Marsch „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg zu Gehör. Das Stück Abendmond von Thiemo Kraas beendete einen wunderbaren Konzertabend und zeigte, wie facettenreich, zärtlich und liebevoll die Musik eines Blasorchesters sein kann. Die Freude war groß, als die Juroren nach dem Konzert und kurzer Beratung Hannes Färber zur bestandenen Prüfung gratulierten.

 

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